The Lords Of The Kreischeisen  


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Früher war alles besser,

das Bier süffiger, das Wetter besser, die Frauen will...ähh  wilder. Oder war man damals einfach nur jünger und die Bandscheiben elastischer ? Um das herauszufinden versammelt sich jedes Jahr am ersten Wochenende im September eine Schar von Menschen in Giffelsberg. Fernab von Hi-tech Schrott a la Spurhalteassistenten für die BMW und Bluetooth Hörgeräten findet hier seit 6 Jahren ehrlicher naturreiner Motorsport statt, wie es ihn purer und härter nicht geben kann (zumindest nicht in Giffelberg).

 Schon am Vortag des Rennens kamen wir zum Parcours um am nächsten Tag, mit den 50 ccm unseres Evo 4.0, dem Teufel die Majo von den Pommes zu pusten. Allerdings schien das Petrus bereits selbst besorgen zu wollen, denn jeder Versuch unseren Pavillon aufzustellen  scheiterte bei einer geschätzten Windstärke von 63 Knoten kläglich.

 In der vorherigen Nacht hatte es bereits das Partyzelt in ein wahres Fetzzelt verwandelt. Die übrig gebliebenen Fransen hätten sich gut an einem dieser Goldwing-Kirmes-Musik-Dampfer gemacht, doch dank der hervorragenden Arbeit des Orga-Teams, war am nächsten Tag adäquater Zeltersatz besorgt. Um diese Erfahrung nicht auch zu machen, verzichteten wir erstmal beim Aufbau auf die schützende Plane, frei nach dem Motto: fettes, schweres Eisen fliegt nicht , es sei denn es steht irgendwo Harley drauf.



Langsam wurde es dunkel auf dem Platz. Die mitgebrachten Leuchten erhellten die Nacht.
Um die Zeit bis zum Essen zu vertreiben, kümmerten wir uns um Nachwuchsförderung  in Sachen Mofarenntechnik für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Jungs von "Broken Pleuel" hatten ein wenig Probleme mit Ihrem Rennsemmel. Irgendwie kam das Teil nicht auf Drehzahl. Die Schlagzahl das Gerstenmaterials betreffend erhöhte sich dafür zusehens.



Wirklich voran kamen wir nicht. Alles Schrauben und Fummeln erbrachte keinen Erfolg.
Bis dann endlich das Essen fertig war:



Es gab frisch gefangene Giffelsberger Ackerforelle nach Giesler Art und reichlich  Tiergemüse
vom Grill.


, und zum Nachtisch das traditionelle Weinbrandbohnendoping:



Nach der viel zu kurzen Nacht gingen wir daran uns mental und auch visuell auf
das Kommende vorzubereiten.




Das Kreischeisen war rennfertig. Es blieb uns Zeit dem Nachwuchs im Felde Starthilfe zu leisten.



Die Jungs von Broken Pleuel  hatten noch arge Probleme beim Anfahren.
Doch dank des erfahrenen Blickes eines Kazuko Hei-zen fand sich
nach kurzer Zeit des Suchens und des Schraubens ein bis dahin verschollener 1. Gang.
Vom diesem Fund beflügelt suchten die BP´s die richtige Vergaserabstimmung für das Rennen.
Was für sich keine schlechte Idee war , jedoch sollten sich die Fahrten ohne Luftfilter jäh
rächen. Unser Warm-up hingegen lief ohne Änderung am 2009´er Eisen.
Schon bald konnten wir dem Kreischeisen ein wenig Ruhe gönnen.
Nur der bewölkte, graue Himmel machte uns ein wenig sorgen.

  

In der Zwischenzeit hatte sich der Himmel verfinstert und die Wolken schütteten reichlich kühles Nass
auf die Bahn. Der Untergrund fühlte sich an wie eine Mischung aus  Schmierseife und  Kaulquappenhoden.
Die Fahrerbesprechung fand deshalb kurzerhand im Partyzelt statt.



Hier warteten auch die Pokale und die Siegeskrohne auf Ihre würdigen Träger.



Kurze Zei später war es soweit , der erste Event des Tages fand statt:
Das Rad-Bull Beschleunigungsrennen.

Unserem  Kreischeisen wollten wir diesen Stress nicht antun und so schenkten wir uns die Verleihung von Flügeln. Anders bei den Kollegen von Broken Pleuel. Sie machten Ihrem Namen alle Ehre, schrotteten das Pleuellager ihres Motors  und verteilten es zwischen Zylinderwand und Kolbenhemd.
 


Tja, aber egal am nächsten  Morgen stand  fest das sie zumindest die Ersten am Jägermeisterstand
und letzter am Bierwagen waren. Hierzu nochmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Promille-Pokals !


(dieses Foto enstand ca. 20:00 Uhr, später mehr)


Eigentlich sollten es ja fünf Stunden sein, die es auf dem Feld zu Giffelsberg zu fahren gab. Allerdings tauchten die Transponderschergen dank  herben Verkehrs auf den umliegenden Blechsargbahnen reichlich "zeitig" auf. Irgendwie hatte die Batterien der Transponder nicht genügend Zeit ihre volle Ladekapazität zu erreichen -
Auch so ein Ding das an diesem Tage noch Grund zum Anlass gab......

 



 





 

www.lordsofthekreischeisen.de